Die geschichte des salzes aus guerande

Die Wurzeln des Salzes aus Guérande reichen weit in die Vergangenheit zurück.

Auf der Halbinsel Guérande wurde bereits in der Eisenzeit Salz geerntet. Die ersten Salinen, die die Lagerkapazitäten der Lagune nutzten, reichen bis ins 3. Jh. kurz nach der Eroberung durch die Römer zurück.

Bereits der Dichter Fortunatus erwähnte in seinem Werk „Vie de Saint Aubin, le blanc“ Felsen, „an denen die sich brechende Flut Salz ablagert“.


Das eigentliche Gesicht der Salzgärten wurde jedoch von den Mönche der Abtei von Landévennec geprägt, die 945 das Priorat von Batz gegründet hatten, das sie aufteilten. Auf der Grundlage ihrer Studien von Gezeiten, Wind und Sonne planten sie die Salinen, die bis heute den damaligen Vorgaben entsprechen. Diese Manufaktur unter freiem Himmel entstand im Ergebnis titanischer Anstrengungen und sicherte den Wohlstand von Guérande über mehrere Jahrhunderte. Die ersten Handelswege Europas gingen von diesem Eldorado der Bretagne aus.

Die derzeit angewendete Produktionstechnik reicht bis ins 9. Jh. zurück. Von den Salinen, die heute in den Sümpfen betrieben werden, stammen mindestens fünf aus der Zeit der Karolinger. Die Tradition des Berufes des Salzbauern und die Pflege seiner Produktionstechniken sind die Grundlage für das Überleben der Salzgärten von Guérande bis in unsere Tage.

WÖRTER UND WENDUNGEN RUND UM DAS SALZ

Bestimmte Wörter und Wendungen sind jedermann bekannt…

  • Seinem Leben etwas Würze verleihen (Würze = Salz)
  • Seinen Senf (= Salz) dazugeben
  • Ein neckischer (= gesalzener) Scherz…

Aber wussten Sie auch, dass…

  • Ohne Salz auf dem Tisch bleibt der Mund trocken.
  • Schmollen in der Liebe ist wie Salz: Ein Zuviel ist schädlich. (indisches Sprichwort)
  • Wer eine Frau wegen ihres Geldes heiratet, frisst Salz, um seinen Durst zu löschen.
  • Bis man weiß, woran man miteinander ist, muss man sieben Säcke Salz miteinander verbrauchen. (bretonisches Sprichwort)
  • Einem alten Aberglauben zufolge bringt Salz verschütten Unheil. Aber keine Angst, es gibt ein Gegenmittel: Werfen Sie einfach eine Prise Salz über Ihre linke Schulter, und das Übel ist abgewendet!
  • Salz als Bestandteil vieler religiöser Zeremonien ist ein Garant für Gastfreundschaft, wenn man es auf den Tisch stellt.


Einige Zitate berühmter Männer zum Thema Salz

Plutarch
"Das Salz ist ein Lebensmittel, das den anderen Lebensmitteln Würze verleiht; eine notwendige Nahrung verwandelt es in eine angenehme Speise."

Alain
"Der Zweifel ist das Salz des Geistes."

Alphonse Allais
"Das Salz des Daseins beruht im wesentlichen auf der Würze, die man ihm gibt."

Montesquieu
"Man sollte seine Schriften nicht mit Essig würzen, sondern mit Salz." 

     


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